Anleitung zum effizienten Kofferpacken ohne Stress!

Kennst Du das? Du fliegst in den Urlaub oder auf Geschäftsreise und möchtest so wenig wie möglich in Deinen Koffer packen und trotzdem damit 1 oder 2 Wochen auskommen…

Ich brauche zum Kofferpacken echt viel Zeit, aber das liegt nur daran, dass ich einen 3 1/2 Meter breiten Wandschrank habe …Berufskrankheit…logisch als Stylistin…und mich nie entscheiden kann, WAS denn nun mit soll.

Also habe ich eine ganz eigene Pack-Strategie entwickelt, mit der ich super klarkomme.

Aufgepasst:

Ich beginne immer mit den Unterteilen und frage mich, welche Hosen/Röcke denn vielseitig kombinierbar sind. Ich wähle sie aus (erstmal ganz grosszügig) und lege sie auf mein Bett.

Dann hole ich alle Oberteile aus dem Schrank, die in Frage kommen (je nach Jahreszeit, Urlaubsziel und Anlass)…meistens ist das dann ein ziemlich grosser Stapel Shirts, Blusen etc. und jetzt wirds spannend:

Ich halte die potentiellen Oberteile an das jeweilige, daliegende Unterteil und stelle so fest, welche Oberteile denn zu möglichst vielen der Unterteile passen = will heissen: je mehr Kombimöglichkeiten – desto besser.

Bei diesem Prozess gilt es nun Folgendes zu beachten und Alles wird gut:

1. Alle Hosen oder Röcke, die nur zu EINEM einzigen Shirt passen, kannst Du aus der Auswahl rausnehmen.

2. Hosen oder Röcke, die dengleichen Zweck erfüllen, brauchst Du nicht Beide (zB. eine Jeans und eine Chino Hose mit dergleichen Form…entweder oder…)

3. Hosen oder Röcke, die Du sonst nicht so häufig/gerne trägst, nimmst Du auch weg, denn warum solltest Du ausgerechnet jetzt Deine Meinung ändern? Das sind im Endeffekt dann die Teile, die Du mitgenommen hast, ohne sie auch nur einmal vor Ort zu tragen und von denen Du hinterher sagst: „Hätte ich auch zu Hause lassen können!“

4. Jetzt kannst Du die Anzahl der Unterteile reduzieren auf ein Normalmass (z. B. 1 Hose + 2 Röcke für eine Woche…Hääääh …so wenig?? Moooooment … es kommen am Schluss ja noch die Kleider dazu, also erstmal cool bleiben

5. Jetzt reduziere auch die Oberteile auf ein Normalmass je nach Reisedauer und forme Outfits. Ich nehme für 7 Tage 8 Outfits mit (es sei denn, es steht auch noch des Öfteren Party oder Ausgehen an…dann sind es ein paar  mehr)

Wenn Du also Deine Unterteile und  Oberteile hast, dann schau über Deine Kleider: Was MUSS mit – womit fühlst Du Dich wohl etc. ?

So…jetzt hast Du Hosen & Röcke, dazu passende Oberteile und Kleider. Diese Outfits legst Du jetzt auf Dein Bett. Denn jetzt geht es darum, die richtigen Strickjacken/ Pullover/ Jackets  zu finden, die zu möglichst vielen der ausgesuchten Outfits passen. So reduzierst Du weiter auf ein praktisches Minimum.

Genauso machst du das jetzt mit den Schuhen und den Accessoires wie Schmuck, Taschen etc.

Wähle die Teile aus, die auf mindestens 3 Deiner Outfits passen! Was die Taschen angeht, nehme ich meist eine Grössere mit, die dann auch gleich mein Handgepäck für den Flieger ist und nur wenn es nötig ist, packe ich noch eine Kleinere zum Ausgehen dazu..

Strohhüte bitte niemals in den Koffer, wenn es sich vermeiden lässt. Du wirst Dich schwarz ärgern, wenn das Teil bei Deiner Ankuft kaputt oder völlig aus der Form ist…Binde Dir Deinen Lieblingsstrohhut einfach an Dein Handgepäck…dafür kannst du zum Beispiel einen dünnen Schnürsenkel verwenden. So kann der Hut nicht verloren gehen und reist im Fach oberhalb Deines Sitzplatzes im Flugzeug ohne Probleme mit und kommt unbeschadet an.

Das Tolle an meinem Pack – Prinzip ist, dass Du nicht nur mit einem Minimum an Sachen eine Weile auskommst, sondern auch, dass Du durch die vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten mehr Spielraum hast! Und so bei der Wahl Deines Looks sogar Deine tägliche Laune mit einbeziehen kannst..

Am Ende solltest Du dann noch die Kategorie Unterwäsche, Socken und Bikini oder Ähnliches ergänzen. Die kommen ja immer extra und lassen sich relativ schnell auswählen.

Noch ein paar Tipps im Bezug auf das Packen selber:

  • Gegenstände, die etwas Schutz brauchen (Medikamentflaschen, Schmuck oder Ähnliches) stopfst Du am Besten in die Schuhe, die Du mitnimmst. Die „harte Schale“ eines Turnschuhs ist zum Beispiel ein hervorragender Schutzwall. Oder Du steckst diese Sachen in die eingerollten Socken.
  • Wenn Du einen Rollkoffer benutzt, ist am Boden innen immer eine Art Rinne zwischen den Metallstäben der ausziehbaren Griffvorrichtung. Dort lassen sich die Socken ohne Platzverlust sehr gut platzieren.
  • Wenn Du ein Schlaf T-Shirt oder Pyjama mitnimmst, dann packe das Teil nach Möglichkeit nicht ganz nach unten. Denn wenn Du abends ankommst und dazu neigst, Deinen Koffer im Hotel nicht gleich zu leeren, dann musst Du sonst Alles durchwühlen, bis Du Dein Schlafoutfit findest. Ganz einfache Regel: was Du zuerst brauchst, kommt weiter nach oben.
  • Nimmst Du Seidenblusen oder andere sehr weiche und fluffige Teile mit, dann packe sie eher in die Hälfte nach oben. Damit meine ich Folgendes: Wenn Du Deinen Koffer hinter Dir herziehst, steht er ja eher schräg bis hochkant. Wenn diese weichen Kleidungsstücke dann in die unteren Hälfte oberhalb der Räder gepackt werden, werden sie durch das Gewicht der anderen Sachen nach unten gedrückt und zerquetscht. Das Gewicht aller anderen Sachen drückt dann dagegen und da die weichen Sachen leicht verruschten, machst es sie völlig platt und knittrig!
  • Packe Deinen Kulturbeutel immer zusätzlich nochmal in eine Plastiktüte. So kann – auch wenn Etwas ausläuft – nichts an Deine Kleidung gelangen.
  • Jackets falte ich immer ganz auf die oberste Ebene, damit die oft mit Polstern versehene Schulterpartie nicht zu sehr leidet. Dabei schliesse ich den Blazer und lege ihn so obenauf, dass ich die untere Hälfte des Jackets einfach umklappen kann und die Ärmel nach innen falte. So kannst Du sicher sein, dass nichts zerknittert! Und Du kannst sie gleich nach Ankunft in den Schrank hängen.

So, jetzt steht der Reise nicht mehr im Wege. Und noch eine Info mit Augenzwinkern: Je öfter Du diese Pack – Strategie anwendest, desto schneller wirst Du!

Wir neigen ja irgendwie Alle dazu, immer viel zu viel mitzunehmen. Das ist natürlich megacool, weil wir dann vor Ort mehr Auswahl haben ABER Du musst den ganzen Kram ja dann auch schleppen… ich weiss nicht, wie es Dir geht aber ich hab Rücken!

Ach und solltest Du zum ersten Mal einen Langstreckenflug vor Dir haben, kann ich Dir nur raten, für die Reise einen Kapuzenpulli anzuziehen. Es wird in den grossen Maschinen nämlich manchmal so krass die Klimaanlage aufgedreht, dass Du froh bist, wenn Du Dich beim Schlafen in Deinen Pulli einmuckeln kannst. Durch die Kapuze kannst Du Dich dann sogar der Illusion hingeben, etwas Privatsphäre zu haben weil Du Dein Gesicht etwas abschotten kannst.

In diesem Sinne: Schönen Urlaub, erfolgreiche Geschäftsreise und fröhliches Stylen in allen Lebenslagen!!

 

 

 

 

talentandsoul

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